Private Pflege-Zusatzversicherung

Was ist eine Pflegezusatzversicherung?


Die Menschen werden immer älter und leider bleiben nicht alle bis ins hohe Alter gesund. Viele Senioren benötigen eine umfassende Pflege und dementsprechend einen Platz im Pflegeheim. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt im Pflegefall aber nur einen kleinen Teil der Kosten; den Rest müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen. Eine Pflegezusatzversicherung schließt diese Pflegelücke. Mit ihr sorgen Sie also für den Pflegefall vor. Sollten Sie allerdings nicht pflegebedürftig werden, erhalten Sie die eingezahlten Beträge in der Regel nicht zurück.

Pflegebedürftige Frau im Rollstuhl im Pflegeheim

Warum ist eine Pflege-Zusatzversicherung sinnvoll?


Jeder Mensch ist zwar in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Allerdings handelt es sich bei ihr nur um eine Art Teilkaskoversicherung: Im Pflegefall übernimmt sie immer nur einen Teil der anfallenden Kosten. Die Differenz, die nicht selten mehrere hundert Euro betragen kann, müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen. Dann müssen Sie auf Ihre Ersparnisse zugreifen, sollte Ihre Rente nicht ausreichen. Ein kleines Praxisbeispiel: Je nachdem, welchen Pflegegrad Sie haben, erhalten Sie von der Krankenkasse einen Zuschuss zwischen 770 und 2.005 Euro. Die Kosten für einen Heimplatz liegen allerdings momentan bei durchschnittlich 1.800 Euro; Tendenz steigend. Die Kosten für den Heimplatz sind stark von der Region abhängig, in der Sie leben. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen gilt als die Region, in der Plätze im Pflegeheim besonders teuer sind. Sachsen-Anhalt dagegen gilt als preisgünstigstes Bundesland. Die Zuschüsse der Krankenkasse zum Pflegeplatz sind in jedem Bundesland gleich.

Denken Sie also vorsorglich über den Abschluss einer Zusatzversicherung nach, denn Sie wissen nicht, was Sie im Alter erwartet. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen. Je nach gewähltem Modell Ihrer Zusatzversicherung werden die anfallenden Kosten ganz oder zumindest teilweise abgedeckt. Ob Sie in eine Pflegezusatzversicherung investieren, hängt natürlich von Ihrer finanziellen Situation ab. Stellen Sie sich daher folgende Fragen:

  • Wie hoch wird meine Rente im Alter sein?
  • Muss ich Miete bezahlen?
  • Besitze ich weiteres Vermögen wie Aktien oder Festgeld?
  • Habe ich Mieteinnahmen?
  • Haben Sie ein weiteres Geldpolster für das Alter?



Vielleicht sind Sie in der glücklichen Situation, dass Sie die Pflegekosten im Alter mit Ihrem vorhandenen Vermögen absichern können. In diesem Fall ist der Abschluss einer Zusatzversicherung nicht zwingend nötig. Als Alternative zur Pflegezusatzversicherung können Sie auch regelmäßig einen bestimmten Betrag im Monat sparen. Am besten beginnen Sie so zeitig wie möglich mit dem Sparen. Spätestens mit 40 Jahren sollten Sie sich Gedanken über Ihre Altersversorgung machen. Legen Sie ab diesem Zeitpunkt monatlich einen bestimmten Betrag zurück, haben Sie im Rentenalter ein ausreichendes Polster aufgebaut.

Arzt und Pfleger im Pflegeheim

Welche Arten der Pflegezusatzversicherung gibt es?


Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Arten der Pflegezusatzversicherung:

  • die Pflegetagegeldversicherung
  • die Pflegekostenversicherung
  • die Pflege-Rentenversicherung



Die Pflegetagegeldversicherung hat sich in der Praxis am meisten bewährt, denn sie ist die flexibelste Variante. Sowohl bei der Pflege zu Hause als auch im Heim springt sie ein. Über das Geld können Sie frei verfügen; einer der wesentlichen Vorteile der Pflegetagegeldversicherung. Sie können damit einen Platz in einem Pflegeheim ebenso finanzieren wie eine private Haushaltshilfe oder einen ambulanten Pflegedienst. Bereits bei Vertragsabschluss vereinbaren Sie mit Ihrer Versicherung einen bestimmten Betrag, der Ihnen bei einer Pflegebedürftigkeit ausgezahlt wird. Wie hoch das jeweilige Tagesgeld ist, hängt davon ab, in welchem Pflegegrad Sie eingestuft wurden. Dieses Pflegegeld erhalten Sie unabhängig von den tatsächlich anfallenden Kosten. Sie müssen der Versicherung gegenüber also keine Nachweise in Form von Rechnungen oder anderen Belegen vorlegen.

Etwas anders sieht es bei der Pflegekostenversicherung aus. Je nachdem, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden, können die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bei dieser Art teilweise bis zu doppelt so hoch ausfallen. Die Leistungen sind im Allgemeinen geringer als bei der Pflegetagegeldversicherung. Auch kann es sein, dass Sie diese anhand von Belegen nachweisen müssen.

Die Pflege-Rentenversicherung unterscheidet sich von beiden vorgenannten Modellen dahingehend, dass die Beiträge gleich bleiben. Bei der Pflegekosten- und der Pflegetagegeldversicherung hingegen können die Tarife deutlich steigen. Welche Zahlungen Sie von der Pflege-Rentenversicherungen erhalten, ist gestaffelt und vom Pflegegrad abhängig. Der Nachteil: Die volle Rente gibt es unter Umständen erst ab Pflegegrad 5. Die meisten Pflegebedürftigen werden aber zunächst in Pflegegrad Eins oder maximal Pflegegrad Zwei eingestuft. Die Pflege-Rentenversicherung ist mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden. Dafür können Sie aber frei über die Leistungen verfügen. Dabei ist es egal, ob Sie im Heim oder zu Hause gepflegt werden.

Einige der Verträge fördert der Staat mit dem “Pflege-Bahr” genannten Modell. Der staatliche Zuschuss ist allerdings mit fünf Euro pro Monat recht knapp bemessen und rechnet sich kaum. Zudem gilt er nur für die Pflegetagegeldversicherungen.

Mann spart Geld für günstige Pflegezusatzversicherung

Was kostet eine gute Zusatzversicherung?


Wie viel Sie für eine Pflege-Zusatzversicherung bezahlen müssen, hängt in erster Linie von Ihrem Alter und Ihrem Gesundheitszustand ab. Je später Sie eine solche Versicherung abschließen, desto höher sind die Beiträge. Sie steigen auch, wenn Sie bereits eine Vorerkrankung haben. In diesem Fall erhebt die Versicherung einen sogenannten Risikozuschlag. Vor dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung sollten Sie sich folgende Punkte genauer ansehen:

  • Erhalten Sie Leistungen bei allen Pflegegraden?
  • Gibt es Geld sowohl für die Profi- als auch für die Laienpflege?
  • Gibt es eine Wartezeit?
  • Ist eine Beitragspause möglich?
  • Gibt es eine Erhöhungsoption?



In jüngeren Jahren zahlen Sie weniger für Ihre Zusatzversicherung als im Alter. Mit 45 Jahren etwa müssen Sie monatlich einen Betrag zwischen 50 und 70 Euro einplanen. Mit 55 Jahren zahlt man für eine Pflegetagegeldversicherung durchschnittlich 80 Euro.



FAQ – Häufig gestellte Fragen


Wann sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen?


Grundsätzlich gilt: Je eher Sie über den Abschluss einer solchen Zusatzversicherung nachdenken, desto besser. Um im Alter ausreichend gut versorgt zu sein, sollten Sie am besten schon mit 40 Jahren eine solche Zusatzversicherung abschließen.



Kann man die Beiträge bei Bedarf aussetzen?


Ein finanzieller Engpass kann jeden treffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie bei Vertragsabschluss genau auf die festgelegten Klauseln achten. Unter anderem sollte festgehalten sein, dass Sie Ihren Beitrag aussetzen können, sollten Sie arbeitslos werden oder sich in einer anderen finanziellen Notlage befinden.



Findet eine Gesundheitsprüfung statt?


Eine Gesundheitsprüfung findet in der Regel bei allen Anbietern statt. Einige Versicherer lehnen sogar bestimmte Personen ab. Dennoch sollten Sie die Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand unbedingt wahrheitsgemäß beantworten. Sollten Sie Vorerkrankungen verschweigen, kann das dazu führen, dass die Versicherung Ihnen später Ihren Vertrag kündigt und Sie keine Leistungen erhalten. Haben Sie diverse Vorerkrankungen, müssen Sie unter Umständen mit einem Risikozuschlag rechnen.



Bekommt man Geld zurück, wenn man nicht pflegebedürftig wird?


Einer der wesentlichen Nachteile einer Pflegezusatzversicherung ist, dass Sie im Normalfall kein Geld zurückbekommen, wenn Sie nicht pflegebedürftig werden. Das gilt zumindest für die Pflegetagegeld- und die Pflegekostenversicherung. Bei der Pflegerentenversicherung hingegen erhalten Ihre Angehörigen im Todesfall einen Teil der eingezahlten Beiträge zurück.

Versicherungsmakler Freiburg berät Frau  zu Pflegezusatzversicherung

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Wir sind ein unabhängiger Versicherungsmakler in Freiburg. Das bedeutet, dass wir an keine Versicherung gebunden sind und Sie daher völlig neutral und unabhängig beraten können. Wir helfen Ihnen dabei, das für Sie geeignete Angebot zu finden. Am besten setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung, damit wir Sie umfassend zum Thema beraten können.

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