Handyversicherung – Schutz für den täglichen Begleiter

Handyversicherung

In den letzten Jahren hat sich in Sachen Handynutzung so einiges verändert: Wo das Mobiltelefon vor 20 Jahren überwiegend den Zweck des Telefonierens erfüllte und die eine oder andere Nachricht mit Zeichenbegrenzung zuließ, gibt es heute kaum etwas, das moderne Smartphones nicht können. Das Handy begleitet uns überallhin und entlastet uns im Alltag ungemein. Wir navigieren damit, checken online unseren Kontostand, suchen unterwegs die nächste Bahn heraus, bleiben auf dem neuesten Stand was Wetter und Weltgeschehen betrifft – das Smartphone ist ein Allrounder, ohne den uns einfach etwas fehlt.


Gerade weil wir so viel unterwegs sind und das Handy dabei immer bei uns tragen, ist es einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Die Gefahr, dass das teure Smartphone gestohlen wird, herunterfällt oder anderweitig beschädigt wird, besteht tagtäglich. Doch lohnt deshalb eine Versicherung für das Handy? Und wogegen schützt diese tatsächlich? Wir gehen in dem folgenden Beitrag auf die wichtigsten Fragen zur Smartphoneversicherung ein.


Gruppe schaut auf iPhone mit Versicherung

Wann lohnt sich eine Handyversicherung für mich?

Die Antwort auf die Frage, ob Sie Ihr Smartphone absichern sollten, hängt in erster Linie von zwei Faktoren ab: dem Wert des Gerätes und Ihrem persönlichen Sicherheitsbedürfnis. Die meisten Smartphones, selbst wenn nicht High End, bewegen sich mittlerweile in einem Preisbereich von mehreren Hundert Euro. Leisten Sie sich das neueste iPhone oder das aktuelle Galaxy-Modell, wird es unter Umständen bereits vierstellig. Besonders bei diesen hochpreisigen Geräten sind auch die Reparaturen entsprechend teuer. Ein Displaytausch beispielsweise liegt je nach Modell schnell bei 100 Euro aufwärts.


Beträgt der Wert des Handys weniger als 300 Euro, vergleichen Sie genau, ob der Tarif sich für Sie lohnt. Wer sich jedoch selbst für besonders schusselig hält und bereits mehrere Geräte verloren oder beschädigt hat, dem gibt eine Versicherung einfach ein gutes und sicheres Gefühl. Auch dann macht eine Handyversicherung durchaus Sinn. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie sich den Leistungsumfang genau ansehen, um nicht im Schadenfall dennoch auf Ihren Kosten sitzenzubleiben.



Ist mein Smartphone nicht über die Hausratversicherung geschützt?

Die Annahme, dass Handyschäden über die Hausratversicherung abgedeckt sind, ist nur teilweise richtig. Hierbei ist nämlich ganz entscheidend, welchen konkreten Schaden das Smartphone genommen hat. Eine Hausratversicherung leistet grundsätzlich nur, wenn der Schaden aufgrund einer versicherten Gefahr eingetreten ist. Diese versicherten Gefahren sind:


  • Feuer
  • Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel
  • Einbruchdiebstahl

Wird Ihr Handy also bei einem Wohnungsbrand in Mitleidenschaft gezogen oder aufgrund einer auslaufenden Waschmaschine unter Wasser gesetzt, reguliert Ihre Hausratversicherung den Schaden. Gleiches gilt auch, wenn sich Einbrecher unerlaubten Zutritt zu Ihrem Haus verschaffen und in der Folge das Smartphone entwenden.


Allerdings sieht die Sache bereits bei einfachem Diebstahl anders aus: Wird Ihnen das Handy unterwegs gestohlen, ist das kein Fall mehr für die Hausratversicherung. Auch springt diese nicht ein, wenn Ihnen das Gerät herunterfällt oder mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, die nicht aus einem Leitungswasserschaden stammt. Bei Beschädigungen durch einen Dritten jedoch greift dessen Haftpflichtversicherung. Verursachen Sie hingegen den Schaden an Ihrem Smartphone selbst, schützt Sie die Smartphoneversicherung.

Mann benutzt Handy mit Handyversicherung

Wann leistet die Handyversicherung?

Für welche Fälle bietet eine Smartphoneversicherung denn nun tatsächlich Schutz? Hierbei unterscheiden sich die Versicherungsbedingungen der einzelnen Tarife, sodass es umso wichtiger ist, genau zu vergleichen. Folgende Schadenfälle in Zusammenhang mit Smartphones lassen sich absichern:

 

Herunterfallen

Fallschäden sind diejenigen Schäden, die am häufigsten auftreten: Das Handy schlägt mit entsprechender Geschwindigkeit auf einem harten Untergrund auf, Displaysprünge und -risse sind die Folge. Auch kann durch den Aufprall ein technischer Defekt zurückbleiben. Die meisten Smartphoneversicherungen beinhalten einen Schutz gegen Fallschäden. Achten Sie hier jedoch darauf, wie genau der Schadensbegriff in den Bedingungen definiert ist. Ist dieser sehr vage formuliert, lässt er immer einen gewissen Interpretationsspielraum zu.


Diebstahl

Gemeint ist hier der einfache Diebstahl, der sich nicht innerhalb der eigenen vier Wände als Folge eines Einbruchs ereignet. Doch nicht jeder Tarif deckt das Risiko des einfachen Diebstahls ab. Oftmals sind diese Fälle strittig: Ihr Smartphone ist immer in Ihrer Nähe, weshalb Sie stets dafür Sorge tragen können, dass es nicht entwendet wird. Soweit die Theorie. Denn häufig lassen wir das Handy auch einmal etwas fahrlässig in der Jackentasche liegen, während die Jacke über unserem Stuhl oder an der Garderobe hängt. Oder aber die Sporttasche steht kurz unbeaufsichtigt im Umkleideraum. Selbst die Außentasche eines Rucksacks, den Sie auf dem Rücken tragen, kann schon problematisch sein, denn auch hier haben Diebe ein leichtes Spiel.


Wenn Sie Ihr Gerät – beispielsweise in der Hosentasche – nah am Körper tragen oder dieses aus einem Innenfach Ihrer Jacke gestohlen wird, lässt sich allerdings davon ausgehen, dass der Diebstahlschaden über die Versicherung reguliert wird. Achten Sie daher besonders darauf, Ihr Smartphone für Diebe so unzugänglich wie möglich bei sich zu tragen.


Feuchtigkeit

Sie verschütten den Kaffee auf Ihrem Schreibtisch und ertränken Ihr Handy gleich mit – ein typischer Feuchtigkeitsschaden. Dringt Flüssigkeit in die empfindliche Elektronik des Smartphones ein, ist dieses in den meisten Fällen nicht mehr funktionsfähig und teilweise sogar eine Reparatur nicht mehr möglich. In solchen Fällen greift Ihre Smartphoneversicherung. Auch wenn das Gerät in die Toilette oder in ein Wasserglas fällt, ist es versichert. Achtung: Telefonieren Sie mit Ihrem Handy, während Sie von starkem Regen überrascht werden, handelt es sich hierbei um Witterungseinflüsse. Diese sind grundsätzlich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


Bedienungsfehler

Manche Tarife schützen vor Schäden durch Bedienungsfehler, welche zu Software-Abstürzen und sonstigen Defekten führen können. Ein Bedienungsfehler im Sinne der Versicherung liegt vor, wenn sich der Smartphone-Nutzer beim Gebrauch des Gerätes nicht an die Anweisungen der Bedienungsanleitung gehalten hat.


Für welche Schäden kommt die Smartphoneversicherung nicht auf?

Selbst die beste Handyversicherung enthält gewisse Ausschlüsse, die sie von der Leistung befreien. Viele Risiken sind sehr schwer kalkulierbar, hierzu zählen beispielsweise die bereits erwähnten Witterungseinflüsse. Weitere Ausschlüsse sind:


Verschleiß

Das Handy ist ein Gebrauchsgegenstand und bei regelmäßiger Nutzung hinterlässt diese selbstverständlich Spuren. Das lässt sich nicht vermeiden und auch nicht absichern. Daher sind normale Abnutzungsschäden vom Versicherungsschutz ausgenommen.


Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit

Eine grobe Fahrlässigkeit liegt dann vor, wenn jemand „die erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt“. Wenn Sie Ihr Smartphone beispielsweise für längere Zeit auf dem Armaturenbrett Ihres Autos liegen lassen, ist das unter Umständen eine Einladung für Diebe. Auch wenn Sie es in öffentlichen Verkehrsmitteln neben sich legen, in einer offenen Tasche deponieren oder schlafen, sehen Versicherer die erforderliche Sorgfalt nicht mehr als gegeben an. Wer sein Smartphone in unmittelbarer Nähe eines potenziellen Brandherdes oder der Badewanne ablegt, handelt ebenfalls grob fahrlässig. Vorsatz hingegen setzt voraus, dass Sie den Schaden absichtlich herbeigeführt haben.

Frau hält Smartphone mit Handyversicherung

Wie setzen sich die Kosten für eine Handyversicherung zusammen?

Der Beitrag für eine Handyversicherung variiert von Tarif zu Tarif, hängt jedoch von ein paar grundsätzlichen Punkten ab. Folgende Faktoren beeinflussen den Beitrag:


  • Kaufpreis Ihres Smartphones
  • Leistungsumfang
  • Selbstbeteiligung

Je teurer Ihr Smartphone, desto höher auch der Beitrag. Elektronische Geräte verlieren recht schnell an Wert, gerade in der ersten Zeit nach ihrer Markteinführung. Ein günstigeres Handy sichern Sie daher auch günstiger ab.


Auch schützt nicht jeder Tarif vor allen Risiken. Jeder mögliche Versicherungsfall, den die Police abdeckt, kostet natürlich. Wer auf einen soliden Basisschutz gegen Sturz- und Bruchschäden Wert legt, zahlt entsprechend weniger als jemand, der sich ein Rundum-sorglos-Paket wünscht und sein Smartphone vor allen Eventualitäten geschützt wissen möchte.


Ein Faktor, über den Sie die Beitragshöhe ein wenig steuern können, ist die Selbstbeteiligung. Denn übernehmen Sie im Schadenfall einen gewissen Betrag selbst, senken Sie damit Ihre Prämie. Der Selbstbehalt wird bei Abschluss Ihrer Handyversicherung festgelegt, oftmals handelt es sich dabei um einen fixen Eurowert. Manche Tarife sehen auch eine prozentuale Selbstbeteiligung ausgehend vom Kaufpreis vor. Sehen Sie hier stets genau hin und überlegen Sie sich, welcher Eigenanteil für Sie Sinn macht.


Ebenfalls in den Kosten schlägt sich nieder, ob Ihre Smartphoneversicherung zum Zeitwert oder zum Neupreis erstattet. Hier gibt es unterschiedliche Tarife, wobei die Zeitwertentschädigung verbreiteter ist. Dieses Prinzip liegt beispielsweise auch der Haftpflichtversicherung zugrunde. Handyversicherungen, die Ihnen Ihr Telefon komplett ersetzen, sind wiederum teurer. Auch hier entscheiden Sie, ob sich das in Ihrer individuellen Situation lohnt.


Was sollte ich noch beachten?

Häufig fällt bereits beim Kauf eines Smartphones die Frage nach dem Versicherungsschutz – noch an der Ladentheke. Doch gerade diese, meist in die entsprechenden Mobilfunkverträge integrierten Tarife sind oftmals verhältnismäßig teuer und weisen einige Ausschlüsse auf. Nehmen Sie sich daher unbedingt die Zeit und vergleichen Sie in Ruhe.


Manchmal fällt ein Schaden am Handy noch unter die Herstellergarantie. Innerhalb der ersten sechs Monate liegt die Beweispflicht beim Händler: Er muss nachweisen, dass der Defekt nicht bereits zum Kaufzeitpunkt bestand. Nach Ablauf der sechs Monate haben Verbraucher noch weitere 1,5 Jahre Anspruch auf Gewährleistung. Während dieses Zeitraums kehrt sich die Beweispflicht allerdings um: Sie müssen gegenüber dem Hersteller belegen, dass der Schaden bereits vorhanden war und nicht von Ihnen verursacht wurde – was sich in der Praxis oftmals als schwierig herausstellt.

Frau unterschreibt die beste Handyversicherung

Wie finde ich die beste Handyversicherung?

Um die optimale Handyversicherung zu finden, ist ein umfassender Vergleich das A und O. Anbieter gibt es zuhauf und die Anzahl und Vielfalt der Tarife ist entsprechend groß. Wir von MJB-Finanz haben jahrelange Erfahrung auf genau diesem Gebiet: damit, den Dschungel an Versicherungsbedingungen und Tarifen zu durchforsten, um das exakt für Sie passende Angebot herauszusuchen. Da wir als unabhängige Versicherungsmakler arbeiten und somit nicht an eine Gesellschaft gebunden sind, können wir frei und flexibel agieren und aus der ganzen Bandbreite an Angeboten schöpfen, die der Markt hergibt.


Gerne beraten wir Sie individuell und unverbindlich. Hierfür stehen wir Ihnen telefonisch, per Video und WhatsApp sowie natürlich auch persönlich in Freiburg zur Verfügung. Kommen Sie jederzeit auf uns zu – wir sind gerne für Sie da.

 

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