Die Basisrente / Rüruprente – Eine Altersvorsorge mit Steuervorteil

Was ist die Rüruprente?

In Deutschland sind die meisten Bürger über die gesetzliche Rentenversicherung oder ein berufsständisches Versorgungswerk pflichtversichert. Einige Personengruppen, wie beispielsweise Selbstständige gehören jedoch keiner Pflichtversicherung an. Diese Gruppen kamen in der Vergangenheit nicht in den Genuss einer vom Staat steuerlich geförderten Altersvorsorge. Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2005 die nach Ihrem Erfinder, dem Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup, benannte Rente eingeführt, um auch Selbständigen und sonstigen Personen ohne Rentenpflichtversicherung eine alternative Möglichkeit der staatlich geförderten Altersvorsorge zu bieten. Da die Rüruprente neben der gesetzlichen Rentenversicherung und den berufsständischen Versorgungswerken die dritte Säule der sogenannten Basisvorsorge darstellt, wird sie im Allgemeinen auch als Basisrente bezeichnet. Mit inzwischen über zwei Millionen abgeschlossenen Verträgen hat sich die Basisrente als attraktive Form der Altersvorsorge etabliert. Im Unterschied zur gesetzlichen Rente ist die Rüruprente allerdings nicht umlagefinanziert, sondern kapitalgedeckt. Das bedeutet, dass mit den Beitragszahlungen in die Rente ein Kapitalstock aufgebaut wird, der sich durch eine produktive Anlage vermehren soll. Schwankungen des Rentenniveaus haben deshalb keine Auswirkungen auf die Basisrente.

Fragen Basisrente Rürup-rente Illustration

Wie funktioniert die Basisrente?

Die Basisrente wird vom Staat gefördert, indem Versicherte die für die Rente gezahlten Beiträge als Sonderausgaben von der Steuer absetzen können. 2020 beträgt der anrechenbare Höchstbetrag 25.046 Euro. Von diesem Höchstbetrag können 90 Prozent als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Wie viele andere Rentenformen wird auch die Basisrente nachgelagert besteuert. Das beutet, dass die Steuer erst auf die zukünftigen Rentenzahlungen anfällt. Bis zum Jahr 2039 werden diese anteilig besteuert, ab 2040 jedoch zu 100 Prozent. Da bei den meisten Menschen der Steuersatz in der Rente niedriger ausfällt als während des Erwerbslebens, ist die nachgelagerte Besteuerung für sie von Vorteil.


Wer kann eine Basisrente abschließen?

Primär ist diese Rentenform für Selbstständige gedacht, die keiner Pflichtversicherung angehören. Grundsätzlich steht es jedoch jeder Person frei, eine Basisrentenversicherung abzuschließen. So können beispielsweise auch gesetzlich pflichtversicherte Angestellte ihre gesetzliche Rente mit einer Rüruprente aufstocken.


Für wen eignet sich die Rüruprente?

Ob eine Rüruprente für eine Person sinnvoll ist, hängt immer von individuellen Kriterien und Ansichten ab. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass sich die Rente umso mehr lohnt, je früher und je mehr Geld man in den Rentenvertrag investiert. Vor allem für Gutverdiener ist die Basisrente deshalb ein sinnvolles Altersvorsorgeprodukt. Sie können den steuerlichen Förderrahmen in voller Höhe ausschöpfen. Aber auch für sogenannte „Aufstocker“ kann der Abschluss einer Basisrente sinnvoll sein. Darunter werden Personen verstanden, die zwar in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, ihre Basisvorsorge jedoch zusätzlich aufstocken wollen. Auch sie können den steuerlichen Förderrahmen bis zum Maximum ausschöpfen. Eine dritte Gruppe, für die die Rürup-Rente ein geeignetes Altersvorsorgeprodukt darstellt, sind Personen, die der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich skeptisch gegenüberstehen. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, dessen Rentenzahlungen sich aus den Beiträgen der Versicherten speisen (das Umlageverfahren), handelt es sich bei der Rürup-Rente um ein Kapitaldeckungsverfahren. Die individuelle Rürup-Rente speist sich ausschließlich aus den eigenen Beiträgen.

Rüruprente Basisrente Investmentfonds Wertentwicklung Illustration

Welche Besonderheiten haben Rürupverträge?

Vor dem Abschluss eines Vertrages über eine Rürup-Rente sollte man sich einiger Besonderheiten der Rürupverträge bewusst sein. Die wahrscheinlich bedeutendste Besonderheit eines Rürupvertrages ist, dass man sich das angesparte Kapital nicht auszahlen lassen kann. Wie die gesetzliche Rentenversicherung dient auch die Basisrente ausdrücklich der Altersvorsorge. Die in einem Rürupvertrag angesparten Beträge werden immer als lebenslange Rente ausbezahlt. Im Unterschied zu nicht geförderten privaten Rentenversicherungen ist das Kapital in einem Rürupvertrag gebunden.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal eines Rürupvertrages ist die Nicht-Kündbarkeit. Einmal abgeschlossen, muss ein Rürupvertrag bis zum Renteneintritt bespart werden. Personen, die die Beiträge zum Rürupvertag nicht mehr aufbringen können oder wollen, haben jedoch die Möglichkeit, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Sie müssen dann keine weiteren monatlichen Beiträge mehr zahlen. Ebenfalls können die Zahlungen auf einen Mindestbeitrag von meist 25 Euro pro Monat reduziert werden.

Ebenso wichtig zu wissen ist, dass das Guthaben eines Rürupvertrages nicht auf einen anderen Versicherten übertragen oder vererbt werden kann. Sollte der Sparer während der Ansparphase versterben, profitiert lediglich die Versicherung. Sparer können bei einem Rürupvertrag jedoch mit ihrer Versicherung vereinbaren, dass im Toddesfall der angesparte Betrag als Rente an den Ehepartner oder den eingetragenen Lebenspartner ausbezahlt wird (die sogenannt „Beitragsrückgewähr“). Verstirbt ein Versicherter während des Bezugs von Rürup-Rente, kann er hingegen eine Auszahlung an die Hinterbliebenen vereinbaren, zum Beispiel in Form einer Hinterbliebenenrente.


In welche Anlageformen investieren Rürupverträge?

Wer einen Rürupvertrag abschließt, hat die Wahl zwischen verschiedenen Vertragsarten. Für Sparer, die ihre Basisvorsorge ausschließlich über die Rüruprente sicherstellen wollen, kommt die klassische Rentenversicherung in Betracht. Sie garantiert eine Mindestverzinsung (den Garantiezins). Der Garantiezins liegt derzeit bei 0,9 Prozent pro Jahr. Aufgrund der bereits länger andauernden Niedrigzinsphase wird der Garantiezins für Verträge, die ab 2021 abgeschlossen werden, auf 0,5 Prozent jährlich abgesenkt werden. Höhere Renditechance bieten Rürupverträge in Form einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Im Unterschied zur klassischen Rentenversicherung haben sie jedoch nur eine eingeschränkte oder gar keine Garantie. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung werden die Beträge des Versicherten in ETFs investiert. Dabei handelt es sich um börsennotierte Indexfonds, die die Wertentwicklung eines bestimmten Börsenindex nachbilden. Die höchsten Renditen winken bei Rürupverträgen in Form von Fondssparplänen. Dabei wird das Geld ausschließlich in Aktienfonds investiert. Sie haben in der Regel jedoch keine Garantie.

Wichtig ist der Hinweis, dass sich Versicherte beim Abschluss einer klassischen oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung für eine möglichst finanzstarke Versicherung entscheiden sollten. Schließlich ist das Geld über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in der Versicherung gebunden. Die Versicherung haftet für die Auszahlung der Rente. Bei einem Rürupvertrag in Form eines Fondssparplans bleibt der Versicherte selbst Eigentümer der Fonds.

Basisrente Rüruprente Vertragsdokument Illustration



Wie hoch ist die Basisrente Steuer?

In der Ansparphase bleibt ein Großteil der Beträge zur Basis-Rente steuerfrei. Doch auf die späteren Rentenzahlungen, die aus der Rente entstehen, fällt Steuer an. Sie müssen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden. Wie hoch die Basisrente Steuer ist, hängt vom Jahr ab, in dem man in Rente geht. Wer früher in Rente geht, ist dabei im Vorteil. 2020 liegt der zu besteuernde Anteil der Rürup-Rente bei 80 Prozent. Er steigt über die nächsten 20 Jahre um jeweils ein Prozent. Wer 2040 in Rente geht, muss seine Basisrente zu 100 Prozent versteuern.


Welche Zusatzbausteine gibt es zur Basisrente?

Die Basis-Rente lässt sich mit verschiedenen Zusatzbausteinen zur Absicherung bestimmter Lebensrisiken kombinieren. Dazu zählen beispielsweise die Berufsunfähigkeit und die Hinterbliebenenabsicherung. Auch die Beiträge zu diesen Zusatzbausteinen werden wie die Basis-Rente selbst steuerlich gefördert. Wichtig ist vor allem der Zusatzbaustein der Hinterbliebenenabsicherung, da die Zahlungsansprüche aus einer Basis-Rente grundsätzlich nicht auf andere Versicherte übertragen oder vererbt werden können. Eine Hinterbliebenenrente kann für den Ehe- oder Lebenspartner, mit dem der Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt seines Todes in Ehe oder Lebensgemeinschaft lebt, vereinbart werden.

MJB-Finanz Versicherungsmakler Freiburg

Versicherungsmakler Freiburg – Der Experte in Sachen Basisrente

Wir von der MJB-Finanz unterstützen tagtäglich zahlreiche Kunden beim Aufbau einer idealen Altersvorsorge. Als Versicherungsmakler in Freiburg sind wir mit allen Details rund um die Rürup-Rente bestens vertraut.

Alle unsere Kunden bekommen einen persönlichen, erfahrenen Berater zur Seite gestellt, der sich individuell um all ihre Fragen und Wünsche kümmert. Die MJB-Finanz verkauft keine Standardprodukte, da wir wissen, dass jeder Kunde ganz persönliche Anforderungen hat. Die MJB-Berater stehen unseren Kunden über Video-Konferenz, per WhatsApp, Telefon und selbstverständlich auch persönlich in Freiburg mit Rat und Tat zur Verfügung.

MJB-Finanz ist ein unabhängiger und transparenter Versicherungsmakler in Freiburg, der nicht an einzelne Versicherungsgesellschaften gebunden ist. Auf diese Weise haben wir die freie Auswahl an Produkten aller Versicherungsgesellschaften in Deutschland und können für unsere Kunden die für sie am besten passenden Produkte auswählen. In Sachen Basis-Rente finden wir eine Lösung, die optimal zum Rendite-Risiko-Profil unserer Kunden passt und ihnen im Alter mit hoher Sicherheit ausreichende Rentenzahlungen garantiert.

Kontaktieren Sie uns noch heute, falls Sie eine Beratung durch einen unserer Finanzexperten wünschen. Wir freuen uns auf Sie!

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